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Tänzer vom Broadway (1949)

Dezember 26, 2013

Barkleys of Broadway_headerSie gehören heutzutage zu einer seltenen Spezies und treten, wenn überhaupt, nur vereinzelt alle drei bis vier Jahre – dann aber auch oft hochkarätig besetzt – zur sogenannten Award-Season auf, um den ganz großen Wurf zu landen. Die Rede ist natürlich von Musicals, einem dahinsiechendem Genre, das einzig durch jene genannten lebenserhaltenen Maßnahmen vor dem Aussterben geschützt wird. Vor gut 70 Jahren sah die Filmwelt da noch ganz anders aus. Mit dem Aufkommen des Tonfilms und bis hinein in die 60iger Jahre gehörten Musicals zum festen Repertoire aller Hollywoodstudios und die Hauptdarsteller gehörten zu den größten Stars ihrer jeweiligen Epoche. Speziell in den 30igern war das Duo Fred Astaire und Ginger Rogers extrem erfolgreich und produktiv und lieferte zahlreiche Hits ab. Insgesamt spielten und tanzten sie zehnmal gemeinsam auf der Leinwand wobei jener Tänzer vom Broadway (The Barkleys of Broadway, 1949), um den es im Nachfolgenden gehen wird, etwas Besonderes ist. Weiterlesen …

The Terror – Schloss des Schreckens (1963)

Dezember 1, 2013

Terror_KarloffRoger Corman ist eine faszinierende Institution des amerikanischen Kinos. Als Regisseur und Produzent zeichnet er sich für hunderte Filme verantwortlich, deren Spektren alle Qualitätsregionen abdecken. Zugleich verhalf er unzähligen heutigen Größen in der Branche Fuß zu fassen, wie zum Beispiel Francis Ford Coppola (Der Pate, Apocalypse Now) oder Jack Nicholson (Chinatown, Einer flog über das Kuckucksnest), die, wie es der Zufall will, auch an The Terror – Schloss des Schreckens beteiligt waren, einem Film, dessen Entstehungsgeschichte fast interessanter ist als der Rest. Weiterlesen …

Freut euch des Lebens (1949)

September 29, 2013

Whisky_headerNeben den Hammer Studios gehör(t)en die um 1902 gegründeten Ealing Studios sicherlich zu den berühmtesten britischen Filmstudios. Vor allem in den 40iger und 50iger Jahren erlebte das Studio seine Glanzzeiten und zahlreiche berühmte Regisseure und Schauspieler wirkten vor und hinter der Kamera bei Produktionen aus dem Hause Ealing mit. Einer von ihnen ist Alexander Mackendrick, der vor allem für seine Komödien bekannt ist, zu denen auch Freut euch des Lebens (Whisky Galore!) aus dem Jahr 1949 zählt. Weiterlesen …

Der Fluch von Siniestro (1961)

Juli 31, 2013

Siniestro_HeaderIn einem Zeitraum von gut zwanzig Jahren, der von der Mitte der 50iger Jahre bis ca. zum Anfang bzw. Mitte der 70iger Jahre reicht, hat das britische Hammer Films Studio dutzende Grusel- und Horrorfilme produziert, die teilweise zu den besten Genreproduktionen der Ära zählen und deshalb auch noch heutzutage viele Liebhaber weltweit in ihren Bann ziehen können. Film von Hammer gelten als Kult. Aus der Hochzeit des Studios stammt auch Terence Fishers Der Fluch von Siniestro, im Original The Curse of the Werewolf, aus dem Jahr 1961 mit Oliver Reed in der Hauptrolle, dem Neffen des berühmten Carol Reeds.
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Der Untergang von Pompeji (1935)

Juni 16, 2013

Pompeji_header
Große Tragödien bilden schon seit jeher die Kulisse unzähliger Spielfilme und so ist es nicht verwunderlich, dass der Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. und der damit einhergehende Untergang der Stadt Pompeji schon unzählige Male in filmischer Form behandelt worden sind, unter anderem in Werken, die aus den Kindertagen des Mediums stammen. 1935 widmeten sich Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper, die Väter von King Kong, diesem Thema und filmten für RKO Der Untergang von Pompeji (The Last Days of Pompeii), der jedoch nicht, wie vielleicht der Originaltitel vermuten lässt, auf dem berühmten gleichnamigen Romans Edward George Bulwer-Lyttons beruht.
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Das Mädchen aus der Cherry-Bar (1966)

April 20, 2013

Gambit_headerNachdem der Heist-Film in den 50iger-Jahren durch Leute wie Huston (Asphalt-Dschungel), Dassin (Rififi), Melville (Drei Uhr nachts) oder Kubrick (Die Rechnung ging nicht auf) populär geworden ist, erlebte er zumindest gefühlt seine Hochzeit in den 60igern und 70igern. Vor allem in den 1960ern sind es die farbenfrohen Scope-Filme, die einem sofort ins Gedächtnis kommen. Aus dieser Zeit stammt auch Ronald Neames (Die Höllenfahrt der Poseidon, Agentenpoker) Das Mädchen aus der Cherry-Bar (1966) mit Michael Caine, Shirley MacLaine und Herbert Lom in den Hauptrollen. Weiterlesen …

Einsam sind die Tapferen (1962)

März 28, 2013

Einsam sind die TapferenWenn Kirk Douglas gefragt wird, einen Lieblingsfilm aus seiner beachtlichen Filmographie auszuwählen, dann nennt er nicht solche Werke wie Spartacus, Wege zum Ruhm oder Stadt der Illusionen, sondern den nahezu vergessenen Einsam sind die Tapferen, der  1962 unter der Regie von David Miller (Mitternachtsspitzen, Captain Newman) entstanden ist und vollkommen zu Unrecht ein gewisses Schattendasein fristet.  Vielmehr handelt es sich hier um einen in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Film, einen Western, der durchaus eine Brücke zwischen dem klassischen Kino der Studioära und der bedeutenden New Hollywood-Bewegung schlägt.

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Mr. Moto und der Schmugglerring (1937)

Oktober 14, 2012

Unter dem Dach der Twentieth Century Fox Film Corporation liefen in den 30er-Jahren zwei überaus beliebte und ziemliche ähnliche Filmserien, die von der B-Produktionseinheit realisiert wurden: die Charlie Chan-Filme auf der einen und die Mr. Moto-Filme auf der anderen Seite. Beide Serien haben asiatische Filmhelden, die jedoch von westlichen Schauspielern verkörpert wurden und basieren auf Krimiromanen. Sowohl Charlie Chan als auch Mr. Moto sind, vereinfach ausgedrückt, Detektive, deren Fälle sie an verschiedene, meist exotische, Orte verschlagen. Der größte Unterschied zwischen den beiden Serien ist, abgesehen von der deutlichen Höheren Anzahl an Charlie Chan-Filmen, dass die Person des Mr. Moto als wesentlich undurchsichtiger, durchtriebener und gewalttätiger dargestellt wird, als Charlie Chan und dieser Unterschied in den jeweiligen Serienhelden macht auch den Reiz der beiden Formate aus, sodass sie sich gegenseitig nicht kannibalisieren.

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DVD/BD-News #10: Cine Qua Non, Warner Archive, Criterion im Dezember, Warner Blu-rays im Januar

Oktober 6, 2012

Es gibt viel zu berichten aus der Welt der runden Scheiben und ich wette, ich vergesse wieder ein paar Erscheinungen aber das mögen man mir verzeihen.

Otto Preminger – Meisterwerke – 22.11.2012

Advise & Consent (Sturm über Washington) (1962), Saint Joan (Die heilige Johanna) (1957), The Moon Is Blue (Wolken sind überall) (1953)

Dir.: Otto Preminger

Cast: Franchot Tone, Lew Ayres, Henry Fonda, Walter Pidgeon, Charles Laughton, Gene Tierney,      Jean Seberg, Richard Widmark, Richard Todd, William Holden, David Niven, Maggie McNamara uvm.

Wenn das mal kein No-Brainer ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Aus heimischen Landen, mann kann bei Saint Joan und The Moon Is Blue die Warner Archive-Discs ignorieren und drei Filme plus Bonus-Disc für weniger als 30 Taler sind ein guter Deal. Mein Exemplar ist vorbestellt, auch wenn ich Advise & Consent schon habe.

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Eight Iron Men (1952)

September 23, 2012

Stanley Kramer gehört sicherlich zu den interessantesten Charakteren der Post-Studioära, sowohl als Regisseur wie auch Produzent, nicht zuletzt aufgrund der in seinen Filmen verarbeiteten Themen. Nicht minder illuster ist die Vita Edward Dmytryks. Einerseits in Hinblick auf seine Filmographie aber andererseits vor allem aufgrund seines Status und Handelns während der McCarthy-Paranoia. Anfang der 50er Jahre sollten sich die Wege der Beiden in beruflicher Hinsicht kreuzen mit Kramer als Produzenten und Dmytryk als Regisseur, quasi unter dem Dach der Columbia Pictures, mit denen Kramer einen Vertriebsdeal hatte.

Während Die Caine war ihr Schicksal (1954) sicherlich die bekannteste Kollaboration der Beiden darstellt, sind auch die anderen Werke Dmytryks unter der Kramer’schen Ägide nicht zu verachten. So entstand zwei Jahre vor der Caine das Kriegsdrama Eight Iron Men, welches bis dato nicht den Sprung nach Deutschland geschafft hat und eine Adaption des Theaterstücks A Sound of Hunting darstellt. Weiterlesen …

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